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Gemeinsames Opt-out fuer KI-Training in robots.txt kommt
Google, Microsoft, OpenAI und Anthropic wollen ein einheitliches Signal zum KI-Training-Opt-out in robots.txt respektieren. Erste Umsetzungen starten, teils erst 2027.
Google, Microsoft, OpenAI und Anthropic haben angekuendigt, ein gemeinsames Opt-out fuer das Training generativer KI in robots.txt zu unterstuetzen. Grundlage ist ein IETF-Draft von Kevin Kelley (Anthropic), der ein neues „policy token“ vorsieht: __usage_ai-training. Website-Betreiber koennen damit in einer einzigen Regel festlegen, welche Pfade nicht fuer KI-Training verwendet werden sollen, statt fuer jeden Anbieter eigene Crawler-Regeln pflegen zu muessen. Wichtig: Laut Draft beschreibt das Token eine Nutzungspraeferenz, keine Anweisung zum Crawling; bestehende generische robots.txt-Regeln gelten nicht automatisch als Trainings-Opt-out. Zudem koennen private Vereinbarungen zwischen Publishern und KI-Anbietern abweichen.
Die Zeitplaene sind unterschiedlich: OpenAI will „in den kommenden Monaten“ implementieren und bestehende Controls wie GPTBot gelten weiter. Google peilt Support Anfang 2027 an; ohne zusaetzliche Angabe behandelt Google das Token wie einen Block fuer Google-Extended. Microsoft will ab 1. Februar 2027 unterstuetzen und ersetzt damit NoArchive/NoCache (seit 2023). Zusaetzlich kuendigt Microsoft eine separate Einstellung fuer „Grounding“ an, also wenn KI-Antworten live auf Web-Seiten zugreifen; das kann getrennt fuer Microsoft-Produkte und fuer an Dritte verkaufte Services gesteuert werden. Der Draft ist bislang eine individuelle Einreichung und kein formaler Standard.
Relevanz: Einheitliche, maschinenlesbare Praeferenzen koennen Compliance und Datenstrategie vereinfachen, gerade wenn Inhalte fuer Training und fuer Auffindbarkeit/Antwortsysteme unterschiedlich behandelt werden sollen. Gleichzeitig zeigen die Hinweise der Anbieter: Opt-outs koennen die Sichtbarkeit in KI-gestuetzten Oberflaechen reduzieren, auch wenn Suchrankings davon getrennt sein koennen.
Was heißt das für deinen Betrieb?
Pruefe, ob deine Website-Inhalte (z. B. Fachartikel, Produktdaten, Supporttexte) fuer KI-Training genutzt werden duerfen oder nicht – und halte das kuenftig sauber getrennt von reinem Crawling/SEO. Wenn du auf Sichtbarkeit in KI-Antworten angewiesen bist, bewerte Opt-outs gegen moegliche Reichweitenverluste und dokumentiere die Entscheidung fuer Datenschutz/Compliance. Falls du externe KI-Anbieter nutzt, klaere vertraglich, welche Web- und Unternehmensdaten in Training oder Grounding einfliessen duerfen, statt dich nur auf robots.txt zu verlassen.
Quelle: thenextweb.com