- Digitale Souveraenitaet
- Kuenstliche Intelligenz
Merz fordert schneller eigene KI in Deutschland und Europa
Kanzler Friedrich Merz warnt vor Abhaengigkeit von US-Anbietern und setzt auf digitale Souveraenitaet. Das koennte Tempo, Foerderungen und Regeln fuer KI in der EU praege
Laut Reuters hat Bundeskanzler Friedrich Merz am Montag auf einer KI-Konferenz in Berlin dazu aufgerufen, dass Deutschland und Europa deutlich schneller eigene KI-Technologien aufbauen. Digitale Souveraenitaet bezeichnete er als existenzielle Frage und warnte davor, in zentralen Technologien von Drittanbietern abhaengig zu werden. Ziel solle sein, Technologie entlang der gesamten Lieferkette selbst zu entwickeln und zu betreiben – von Hardware bis Software. Merz raeumte zugleich ein, dass dies grosse technologische und organisatorische Anstrengungen erfordert.
Das Thema ist Teil der Regierungsagenda: Seit seinem Amtsantritt im Vorjahr hat Merz die digitale Transformation beschleunigen wollen und ein eigenes Digitalministerium geschaffen. Gleichzeitig zeigen Analysen, dass Deutschland beim Nutzen des KI-Booms noch Aufholbedarf hat. Das Ifo-Institut sieht unter anderem einen vergleichsweise kleinen Hightech-Sektor, schwache digitale Verwaltungsdienste, Fachkraeftemangel und viele papierbasierte Prozesse als Bremsen. Parallel nimmt der Investitionsdruck zu: Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums gab es zuletzt Zusagen von Unternehmen wie Amazon und Nvidia im Umfang von mehr als 225 Milliarden Euro, und Deutschland will die KI-Rechenkapazitaeten bis 2030 vervierfachen. Merz sucht zudem internationale Partner, etwa in Kanada und Frankreich, waehrend in der EU breiter ueber technologische Kontrolle und neue Regeln diskutiert wird.
Was heißt das für deinen Betrieb?
Rechne damit, dass „KI aus Europa“ politisch und finanziell staerker unterstuetzt wird und Anforderungen an Datenhaltung, Sicherheit und Abhaengigkeiten wichtiger werden. Wenn du KI einfuehrst, lohnt sich eine Anbieter- und Architekturwahl, die Wechselmoeglichkeiten offenhaelt (z.B. portable Daten, klare Schnittstellen, keine unnnoetigen Lock-ins). Pruefe fruehzeitig, ob Use Cases auch mit EU-Clouds oder on-prem Optionen funktionieren, falls sich Foerderlogik oder Compliance-Vorgaben verschieben.
Quelle: thenextweb.com