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Studie: Infostealer-Leaks treffen 72% der Firmen – oft ueber alte Logins

Outpost24 fand bei 72% von 4.824 Firmen infostealer-bezogene Zugangsdaten. Die meisten geleakten Logins sind alt, aber Sessions koennen aktuell kompromittiert sein.

Laut dem Credential Exposure Benchmark Report von Outpost24 waren in den letzten 12 Monaten bis 1. September 2026 bei 72% der 4.824 untersuchten Unternehmen in den USA und Europa mindestens ein Mitarbeiter- oder Kunden-Login durch Infostealer-Malware betroffen. Insgesamt identifizierte die Studie 31,5 Millionen offengelegte Zugangsdaten. Der weitaus groessere Teil (rund 97% bzw. 30,7 Millionen) stammt aus aelteren Leaks wie Breach-Dumps und sogenannten Combolists. Nur 844.000 Zugangsdaten (unter 3%) wurden direkt von infizierten Geraeten abgegriffen. Betrachtet wurden u. a. Finanzdienstleistungen, Konsumgueter/-services, oeffentlicher Sektor, Unternehmensservices und Gesundheit.

Trotz des kleinen Anteils an der Gesamtmenge sind Infostealer relevant, weil sie neben Passwoertern auch Session-Cookies und gespeicherte Logins einsammeln koennen – ein Hinweis auf eine frische Kompromittierung. Outpost24 ordnet 41% der betroffenen Firmen mindestens einen malware-bezogenen Login einer Arbeits-E-Mail zu, was fuer eine Infektion auf einem Mitarbeitenden-Geraet spricht; weitere 31% betrafen ausschliesslich Kundenkonten. Die Unterschiede waren eher branchengetrieben: Finanzdienstleister lagen bei 77% infostealer-bezogener Betroffenheit, Unternehmensservices hatten besonders haeufig Mitarbeiter-Logins (47%). Europa lag im Schnitt bei 224 offengelegten Logins pro Firma und damit ueber den USA (184).

Was heißt das für deinen Betrieb?

Verlasse dich nicht darauf, dass „nur alte Leaks“ im Umlauf sind: Infostealer koennen aktive Sessions und mehrere Konten auf einmal kompromittieren. Setze auf MFA/Passkeys, beende nach einem Verdacht aktive Sessions zentral und pruefe betroffene Endgeraete statt nur Passwoerter zu aendern. Fuer Kundenkonten sind zusaetzliche Authentifizierungspruefungen und Monitoring auf Betrug sinnvoll; automatisiertes Credential-Monitoring kann fruehzeitig Alarm schlagen.

Quelle: thenextweb.com

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